Petit Saint Michel

Neben Sable d’Or liegt eine kleine Insel vor dem Strand die man nur bei Niedrigwasser erreichen kann. Auf ihr ist die Kapelle Saint Michel. Es ist also der Petit Saint Michel.

Niedrigwasser war um 11 Uhr und so war unser Plan zu dieser Zeit zur Insel zu laufen. Einige Reibereien am Morgen haben uns recht spät aufbrechen lassen als wir dann unten am Strand waren kamen aber ganz andere Verspätungen:

Die Bretagne ist nicht nur sehr schön, man findet auch alles was im Kinderbuch über das Meer so erklärt wird. Nach 10 Metern findet Luise ein Schneckenhaus mit einem Einsiedlerkrebs. Diesen nehmen wir im Eimer mit und er bekommt ein schönes Sandbett und mehrere neue Immobilien (andere Schneckenhäuser). Das führt dazu das er mehrfach umzieht. Sehr spannend zu beobachten. Einige Meter weiter findet Thea eine große Krabbe. Wir schauen zu wie sie sich wieder in den Sand einbuddelt. Es folgen noch kleinere Krabben. Insgesamt also sehr spannend und wir kommen recht langsam vorwärts.

Um 12 Uhr sind wir aber an der Kapelle, machen ein kurzes Picknick und dann geht es auch schon wieder zurück. Wir sind die letzten die die Insel verlassen und müssen auf den letzen 20 Metern auch schon durchs Wasser laufen. Unglaublich wie schnell das Meer zurück kommt und ansteigt.

Später am Strand sammeln wir noch Jakobsmuschenln. Hier ist das zweitgrößte Vorkommen an Jakobsmuscheln in Frankreich. Im Hafen winden man sie in Massen, allerdings weil die Fischer sie dort öffnen und die Schalen wegwerfen.

Für Mareike geht es zurück zum Campingplatz etwas Ruhe tanken, der Rest springt noch einmal ins Meer das hier türkies wie in der Karibik ist. Leider weht ein strammer Wind, so dass es frisch ist wenn man aus dem Wasser kommt. Dann geht es auch für uns zurück zum Platz zu einem verspäteten Mittagessen.

Das war aber noch nicht genug Programm um Vater und Kinder müde zu bekommen. Um 16 Uhr fahren wir wieder runter zur Lagune, diese ist mittlerweile fast voll gelaufen (17 Uhr ist Hochwasser) und wir leihen uns ein Paddelboot aus um durch die Lagune zu Paddeln. Das ist hier ziemlich genial möglich: am Strand ist eine Station mit 2 Paddelbooten und 2 SUPs. Auf einer Webseite bucht man sich das Boot, das Schloss öffnet sich und man kann Boot, Paddel und Schwimmwesten entnehmen.

Wir paddeln erst etwas ins Meer hinaus um dann auf den Wellen zurück in die Bucht zu gleiten. Im seichten Wasser springen die Kinder dann ins Wasser und schwimmen noch einmal. Jetzt sind aber wirklich alle platt. Wir müssen noch einmal den steilen Berg hinauf, die Kinder gehen noch mal 20 Minuten in den Pool und dann schläft Thea beim Abendessen ein. Marie und Luise halten bis 22 Uhr durch und endlich sind alles ausgelastet gewesen und gehen friedlich schlafen.

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