Wie immer unsere Reiseroute und ein paar statistische Daten:
Reisedauer: 21 Tage wir haben 2 Tage verkürzt
Anzahl Tage mit Regen: keine, die Natur ist völlig ausgedörrt. Aus der Urlauberperspektive war das Wetter allerdings perfekt. Jeden Tag Sonne, anfangs mit einem strammen Wind, der später immerhin noch leicht geweht hat, das Meer zwischen 21 und 24°C. Ich hatte für 21 Tage nur kurze Hosen an und keine Socken.
gefahrene Kilometer: 3000 km. Pro Tag 143 km.
Anzahl Übernachtungsplätze: 15 verschiedene Plätze und davon nur 4 richtige Campingplätze, sonst Stellplätze oder Parkplätze
In Gewässern gebadet: Wir waren ganz viel im Meer schwimmen, planschen und toben und zwar an den Stränden von: Saint Malo, Anse du Croc, Plage Saint Michel, Plage Sables d’Or, Plage de Meneham, Plage de Lestrevet und Plage de Kermabec
Fotos: 841 Bilder, d.h. 40 pro Tag, ca so viele wie letztes Jahr. Wir haben viel gesehen und erlebt.
Pannen am Camper: keine! Zum zweiten Mal hintereinander
Wäsche: zwei Wäscheladungen. Aber wir hatten auch sehr viele Klamotten dabei
Kosten: 171 EUR pro Tag, nur etwas weniger als letzten Jahr obwohl wir extrem günstig übernachtet haben. Die wenigen Campingplätze auf denen wir standen waren zudem deutlich günstiger als bei unseren letzten Reisezielen. Dieses Mal ist es der Diesel der 20% der Kosten ausmacht und wir waren auch einmal Shoppen (10%)
Wir übernachten Abends auf der Wiese von einem Cidre Bauern. Vor 10 Jahren haben wir schon einmal hier gestanden. Der Platz war friedlich und der Cidre total lecker. Jetzt ist der Betrieb in neuer Hand. Die Wiese ist nach wie vor schön, es stehen noch 5 andere Camper hier. Ob der Cidre genau so gut ist, kann ich nach der Verköstigung noch nicht sagen. Ich hatte einen anderen Geschmack in Erinnerung. Aber zur Sicherheit habe ich mal etwas eingekauft ;-).
Eigentlich wollen wir uns am nächsten Tag den Garten von Claude Monet anschauen. Das liegt mehr oder weniger auf dem Weg. Abends schaue ich mal, ob man Tickets auch online kaufen kann. Da war ich wohl etwas naiv. Es ist für die nächsten 10 Tage alles ausverkauft. So viel im Vorraus planen passt nicht für uns. Der Programmpunkt wird also leider gestrichen. Man hätte zwar auch noch vor Ort Karten bekommen, aber mit 1,5h Wartezeit und dann mit allen Massen durch den Garten…?
Als Alternative halten wir in Amiens an und ich fahre mit den Kindern zur Kathedrale. Ja die ist groß und imposant, aber die Stadt hat im Vergleich zu Rennes und Vannes kein Flair. Wir fahren also bald weiter. Auf den Autobahnen ist nichts los und wir haben Rückenwind. Damit es bei den Passagieren einigermaßen friedlich bleibt, gibt es einen Kinofilm. Als der zu Ende ist, sind wir schon fast in Aachen. Um kurz nach 22 Uhr sind wir angekommen.
Den Vormittag verbringen wir noch in Aachen, bis es dann die letzten 3h bis Bielefeld geht. Um ehrlich zu sein, ich bin völlig fertig, als wir in Bielefeld ankommen. Die zweite Urlaubshälfte war leider von Mareikes Gürtelrose überschattet und dadurch viel zu anstrengend für mich.
Eine Feuerwehrkolonie aus der Normandie, vermutlich auf dem Rückweg von BordeauxDie Wiese beim Cidre BauernAmiensGroß und hochUnser „Stellplatz“ in Aachen
Nach dem Reinfall von Quiberon geht es nun endgültig auf direktem Weg nach Hause. Allerdings in kurzen Etappen und schönen Zwischenstopps. Der erste ist die Stadt Vannes. Wir finden etwas außerhalb einen Parkplatz für uns, denn Vannes ist eine alte Stadt mit engen Gassen und einer gut erhaltenen Stadtmauer. Da ist für Camper kein Platz.
Mareike versucht zunächst mitzukommen, muss dann aber abbrechen. Auch heute ist es mit knapp 30°C ziemlich warm und die Medikamente knoken sie einfach aus. Mit den Kindern geht es erst am Hafen entlang und dann durch ein Stadttor in die engen Gassen. Die Stadt ist eine tolle Mischung aus dicken Stadtmauern und alten Fachwerkhäusern dahinter. Durch die Gassen weht ein leichter Wind, so dass die Hitze gut auszuhalten ist. In den alten Häusern gibt es viele kleine Läden und Vannes hat einfach eine angenehme Stimmung. Das versöhnt wieder nach gestern.
Am Nachmittag geht es weiter zu unserer zweiten Stadt heute: Rennes, die Hauptstadt der Bretagne. Wir parken (und übernachten) am Stadion, dem Stade de Rennes. Mit den Fahrrädern geht es abends, bei immer noch 30°C, einen Kanal entlang bis in die Innenstadt. Rennes gilt als junge, hippe Stadt. Und genauso zeigt sie sich. Es ist Montag Abend und alle Lokale sind voll. Die Menschen sitzen draußen und genießen den sommerlichen Abend. Den Teil der Altstadt, den wir abends sehen, ist durch alte – sehr schiefe- Fachwerkhäuser geprägt. Dabei sind auch immer wieder Häuser, die leer stehen und eher einsturzgefährdet aussehen.
Am nächsten Morgen fahre ich dann noch einmal für 2 Stunden mit den Kindern in die Stadt. Wir besichtigen den weiteren Teil der Altstadt mit tollen prunkvollen Gebäuden wie Oper, Rathaus und Parlament. Nachmittags geht es dann weiter in Richtung Heimat.
Vannes versteht sich als Ort für Kunst und lebendiges LebenVom Hafen direkt in die AltstadtFranzösische Gärten vor der StadtmauerJetzt geht es in die GassenKunstinstallation2 berühmte Köpfe (weiß nicht warum)Starke… … KinderZurück zum HafenAm Kanal von Rennes in die AltstadtZum Pizza essenHäuser mit BauchKrumm und schiefAlt und neuAusgehviertelZurück zum CamperUnser Sonnenuntergang am StadionUnser ÜbernachtungsplatzMorgens noch einmal in die StadtDer neuere Teil der AltstadtNobelviertel Auf dem Radschnellweg zurück zum Camper
Wir müssen den Rückweg planen. Wir wollen etwas früher zurück, die Schmerzen der Gürtelrose kombiniert mit der Enge im Camper, passen nicht zusammen. Uns bleibt noch ein schöner Spot bevor wir den Rückweg antreten.
Zunächst planen wir auf einen Campingplatz mit Wasserpark zu gehen, aber im Süden der Bretagne ist alles für den nächsten Monat ausgebucht. Auf Platz zwei steht die Quiberon Halbinsel, auf der wir entlang der Strände eine Radtour machen wollen. Es soll da so toll sein. Welch eine Illusion, wir fanden es schrecklich…
Dass es voll sein würde, ist klar, als wir am nächsten Tag ankommen, passt aber alles NICHT zusammen: es ist auf einmal heiß, der Wind ist weg, die Campingplätze sind alle brechend voll und man steht im Staub dicht an dicht. Auf der Quiberon findet Massentourismus statt, den wir so von den vorherigen Stationen der Bretagne nicht kennen. Und es sind alle Bevölkerungsschichten vertreten. Wir kommen von einer ruhigen und chilligen Atmosphäre von Surfern mit viel Platz und stehen auf einmal zwischen eine Familie mit 4 Kindern und die Mutter raucht die ganze Zeit. Gegenüber 2 mürrische Alte, die sich wie alle auf dem Platz mit Folien abschotten. Sie haben einen Sohn, der mit seinem Kampfhund herumläuft. Keiner grüßt, ich finde es schrecklich.
Wir machen noch unsere Radtour, aber die durchaus schönen Buchten sehe ich nicht. Mir ist es auch viel zu voll. Unser Kind mit besonderer Sensibilität für Gefühle, scheint das Unbehagen zu spüren und kommt damit nicht zurecht. Sie rastet aus und schreit am Abend fast 2h. Die Stimmung ist auf dem Tiefpunkt.
Morgens wollen wir nur noch weg und quälen uns durch den Stau von der Halbinsel.
RadtourAm HafenKüstenblickeHafenpromenade in Quiberon
11km lang und bei Niedrigwasser 600 Meter breit. Ein endloser Naturstrand liegt hier hinter Dünen. Wir stehen auf einem Camping Municipal, das ist im Prinzip eine Wiese in der Landschaft. Wir sind am Anfang etwas skeptisch, aber am Ende gefällt es uns sehr gut. Die Plätze sind sehr groß, das Sanitärgebäude ist prima und immer sauber. Die Duschen sind die größten der ganzen Reise, und das Wasser ist heiß. Den Brötchenservice organisieren zwei Jungs, die jeden Morgen 6 km zur Bäckerei fahren. Es ist eine sehr angenehme Stimmung auf dem Platz, alle nehmen Rücksicht aufeinander. Das war bisher auf jedem Platz so, obwohl es sehr voll ist. Es liegt nirgendwo Müll und auch die Duschen sind immer sauber hinterlassen. Hier mag die Stimmung auch an den ganzen Surfern liegen, die die Hälfte des Tages im Meer auf die richtige Welle warten.
Wir sind auch hierhin gefahren, weil es heißt, dass man hier das Surfen ausprobieren soll. Surfschulen haben wir hier keine gefunden, aber tolle Wellen, die sich super mit den Bodyboards abfahren lassen. Am ersten Tag ist es noch sehr windig und als wir abends zum Strand kommen, ist gerade Hochwasser. Die Wellen sind wirklich ziemlich stark und Marie und Thea werden erst einmal umgeschmissen und durcheinander gewirbelt. Thea ist danach etwas vorsichtig, aber Marie hält es nicht ab weiter zu Bodyboarden.
Am nächsten Tag lassen wir es ruhig angehen. Am frühen Nachmittag sind wir dann am Strand. Jetzt ist das Bild ein ganz anderes. Man muß 500m bis zum Meer laufen und dort sind gute aber kleinere Wellen, die auf einen seichten Strand treffen. Alle Kinder sind sofort in den Wellen und Luise ist auch 2h später kaum raus zu bekommen. Mir macht es auch Spaß und wenn man die Welle richtig erwischt, kann man 40-50m auf ihr mitsurfen.
Die letzte Woche ist angebrochen und ab jetzt geht es wieder in Richtung Heimat. Wir haben noch ein paar schöne Stops auf dem Rückweg geplant, um die Fahrstrecken nicht zu lang werden zu lassen.
Hinter Dünen liegt der 11 km lange NaturstrandSandkasten in den DünenAbends geht es noch einmal zum Sonnenuntergang an den StrandEine Reiterin am leeren StrandEine berühmte Segelregatta mit 110 Schiffen ist am Horizont zu sehenNeuer Tag am StrandHeute ist das Meer noch weit wegAuch nach 75 Jahren allgegenwärtig an der französischen KüsteAuf geht es zum Bodyboarden
Die nächsten Tage sind ganz auf Strand ausgelegt. Südlich der Crozon Halbinsel liegen Strände die ganz flach ins Meer hineinlaufen und daher bei Niedrigwasser mehrere Hundert Meter breit werden. Dort wollen wir Strandsegeln ausprobieren.
Leider ist seit 3 Tagen der Wind aus. An der Nordküste hatten wir immer einen strammen Wind, aber seit dem Tag auf der Ile de Brehat ist der Wind auf einmal weg. Es reicht dann aber gerade noch zum Segeln. Beim Strandsegeln sitzt man ein einem Dreirad Buggy, steuert das Vorderrad mit den Füßen und hat als „Gaspedal“ ein Segel, welches man wie auf einem Segelschiff dicht holen muss oder eben auffiert. Damit geht es dann immer hin und her bei Halbwind den Strand entlang. Marie und Thea fahren mit uns im Doppelsitzer und Luise hat einen eigenen Buggy. Nachdem der Wind etwas aufgefrischt hat und man ordentlich Tempo bekommt, macht es auch richtig Spaß.
Leider sind wir nicht ganz so gut drauf, Mareike hat seit einigen Tagen Symptome die jetzt sehr deutlich auf eine Gürtelrose hindeuten. Wir machen uns also direkt nach dem Strandsegeln auf den Weg zum nächsten Krankenhaus. Dies liegt 20 min Entfernt in Crozon – hat aber keine Notaufnahme. Daher suchen wir die eine Arztpraxis in Crozon auf die es gibt. Man gibt uns einen Termin 2,5h und wir verbringen den Tag am Straßenrand in Crozon. Die Stimmung ist n icht gut. Die Diagnose auch nicht: Gürtelrose. Immerhin ist es jetzt klar und wir bekommen in der einzigen Apotheke weit und breit eine Tüte voll Schmerzmedikament. Das ist ein ziemlicher Dämpfer für den Urlaub, nicht nur die Krankheit an sich, sondern auch die Gewissheit, dass der Urlaub so belastend war, das die Krankheit ausgebrochen ist.
Der nächste Tag ist nur ein Strandtag. Dann wieder Ortswechsel zum Surferhotspot der Bretagne an dem wir eben angekommen sind.
Die Segel Buggys am StrandMit Schutzhelm gegen den „Baum“ vom SegelMareike und MarieBei voller FahrtUm 20:30 Uhr zum BadenDas Wasser ist sehr flach und daher viel WärmerEine Wurzelmundqualle200m zum WasserDrachensteigenAuf dem Weg zum nächsten Platz sieht man Douarnenez an der anderen Uferseite liegenSchöne Kirchen in den Dörfern unterwegs.
Wir bewegen uns weiterhin auf der Route von vor 10 Jahren, nur in anderer Richtung. Heute ist ein Besuch im Oceanopolis in Brest dran. Vor 10 Jahren waren es an dem Tag 32°C, heute sind es immerhin 30°C. An den heißen Tagen geht es also ins Aquarium.
Das Aquarium ist toll gestaltet, es gibt eine schöne Mischung aus Information, tollen Aquarien und interaktiven Stationen. Nach 3,5 Stunden raucht uns aber allen der Kopf und wir fahren noch einen Schlag auf die Crozon Halbinsel. Hier Treffen wir eine Freundin von Mareike (Hetti) und ihre Eltern, die gerade hier Urlaub machen. Wir spazieren zusammen am Hafen von Camaret sur Mer und gehen dann in einem der zahlreichen Restaurants am Hafen Fisch essen.
Ich bestelle mir die Meeresplatte (ohne vorher groß nachzudenken) und bekomme einen großen Teller mit Austern, Langusten und Schnecken… Nun denn, jetzt habe auch das einmal gegessen.
Das Oceanopolis ist ein riesiges monumentales Gelände mit tollen GebäudenEin Haifisch braucht in der Nahrungskette 100kg Plankton um 1kg Haifisch zu bekommen. Der Delphin braucht in seiner Nahrungskette 10.000kg Plankton für 1kg DelphinBunte VielfaltDas Tropenhaus ist neuJetzt schon am Hafen von Camaret sur MerFür die Kinder gibt es ein leckeres FischfiletMeine MeeresplatteNeben unserem Stellplatz ist ein 5000 Jahre alter SteinkreisHeute schaffen wir den Sonnenuntergang
Nach unser Nacht am Archipel geht es morgens kurz rüber zum Fähranleger um gemeinsam mit einer befreundeten Familie (Kindergartenfreund von Marie und Thea) einen Tagesausflug auf die Ile de Brehat zu unternehmen. Eigentlich ist parken und auch Stellplätze preislich sehr moderat in Frankreich, daher empfinde ich die 18 EUR die wir hier zum Parken zahlen müssen echt unverschämt. Für einen Stellplatz mit Wasserversorgung und Entsorgung zahlen wir 12-14 EUR.
Es ist sehr viel los, die Ile der Brehat scheint ein Besuchermagnet zu sein. Alle 30 min kippt das Schiff 150-200 Personen auf die Insel. Dementsprechend ist man vor Ort auch nicht allein sondern wandert in einem stetigen Strohm von Besuchern durch die Gassen.
Die Insel ist autofrei und man bewegt sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad, wobei das Rad eigentlich nicht geht weil zu viele Fußgänger auf den schmalen Wegen sind. Wir suchen uns ein paar Pfade abseits der Hauptwege und haben schöne Blicke auf die großen Gärten und tollen Häuser die von fast jedem Punkt der Insel auf das Meer blicken. Leider ist gerade Niedrigwasser, so dass man in leere Buchten blickt und vor allem ist es sehr warm. Es weht kein Wind mehr.
Wir gehen früh in ein Restaurant, gerade noch rechtzeitig um einen Platz für 9 Personen zu bekommen. Nach dem Mittagessen geht es noch über eine Meerenge (auch trocken wegen Ebbe) auf die nördliche Insel, zu einem Leuchtturm. Danach sind alle platt und wir schaffen es gerade noch zurück zum Hauptort wo uns ein Eis wieder Kraft gibt.
Zurück auf dem Festland geht es für uns weiter bis nach Menehem. Das ist ein schöner Strand an dem wir schon vor 10 Jahren Standen. Die zwei Stunden Fahrt schlafen die Kinder, so dass wir abends noch an den Strand gehen. Mareike kocht eine leckere Bolognese und nachdem wir alles aufgeräumt haben sind wir leider 5 min zu spät auf der Düne und haben den Sonnenuntergang verpasst. Immerhin gibt es noch einen schönen roten Himmel.
Der morgendliche Blick aus dem Camper10 Minuten Bootsfahrt zur InselMan geht auf schmalen WegenDie Gärten sind groß und man blickt toll aufs MeerleckerNoch eine kleine NachmittagsrundeDie Ile de Brehat ist die Blumeninsel. Auch hier merkt man die Trockenheit, aber es blüht dann doch vielDie Häuser (Anwesen) sind eher großAuf dem Rückweg ist fast Hochwasser, der Steg von heute morgen liegt jetzt unter WasserLuise mit ihrer neuen TascheDer Strand von MenehemNoch einmal BadenKurz nach SonnenuntergangGute Nacht
Heute ist das Wetter den ersten Tag NICHT sonnig. Es ist grau, windig und ab und zu nieselt es. Daher verschieben wir unseren Besuch auf der Ile de Brehat (der Blumeninsel) um einen Tag.
Wir machen uns aber schon einmal auf dem Weg in Richtung Fähranleger. Auf halber Strecke, in Plérin, halten wir an um dort den Wochenmarkt zu besuchen. Der Markt ist richtig groß und es unheimlich viel los. Überall wird eingekauft und vor den besten Ständen sind lange Schlangen. Es ist schön zu sehen, dass die Menschen frische und Natürliche Waren, die hier angeboten werden, so schätzen. Denn es ist alles richtig teuer (500g Hackfleisch 11,50 EUR, zwei kleine Stücke Käse 18 EUR, 2kg Kartoffeln 5 EUR, ein kleines Brot 4 EUR). Wir essen noch etwas um dann weiter in Richtung Archipel Brehat zu fahren.
Die Wege werden immer kleiner und am Ende geht es auf einer schmalen einspurigen Straße bergab, bis auf einmal das Archipel und unser Stellplatz (6 Plätze direkt am Wasser) auftauchen. Hier schauen wir den Wassersportlern zu (es weht ein strammer Wind) und genießen – wenn die Kinder es mal zulassen – den Blick auf die vielen kleinen Inseln vor uns.
Gut besuchter WochenmarktNeben Lebensmittel… … Gibt es auch alles mögliche Anderes zu kaufenDie Kirche muss abgestützt werdenAuf dem Weg zur KüsteArchipel in SichtGetarnte MuschelDer steinige StrandGanz rechts sieht man den Camper stehenBlick vom GR34 der hier entlang läuftSpielplatz nebenan
Neben Sable d’Or liegt eine kleine Insel vor dem Strand die man nur bei Niedrigwasser erreichen kann. Auf ihr ist die Kapelle Saint Michel. Es ist also der Petit Saint Michel.
Niedrigwasser war um 11 Uhr und so war unser Plan zu dieser Zeit zur Insel zu laufen. Einige Reibereien am Morgen haben uns recht spät aufbrechen lassen als wir dann unten am Strand waren kamen aber ganz andere Verspätungen:
Die Bretagne ist nicht nur sehr schön, man findet auch alles was im Kinderbuch über das Meer so erklärt wird. Nach 10 Metern findet Luise ein Schneckenhaus mit einem Einsiedlerkrebs. Diesen nehmen wir im Eimer mit und er bekommt ein schönes Sandbett und mehrere neue Immobilien (andere Schneckenhäuser). Das führt dazu das er mehrfach umzieht. Sehr spannend zu beobachten. Einige Meter weiter findet Thea eine große Krabbe. Wir schauen zu wie sie sich wieder in den Sand einbuddelt. Es folgen noch kleinere Krabben. Insgesamt also sehr spannend und wir kommen recht langsam vorwärts.
Um 12 Uhr sind wir aber an der Kapelle, machen ein kurzes Picknick und dann geht es auch schon wieder zurück. Wir sind die letzten die die Insel verlassen und müssen auf den letzen 20 Metern auch schon durchs Wasser laufen. Unglaublich wie schnell das Meer zurück kommt und ansteigt.
Später am Strand sammeln wir noch Jakobsmuschenln. Hier ist das zweitgrößte Vorkommen an Jakobsmuscheln in Frankreich. Im Hafen winden man sie in Massen, allerdings weil die Fischer sie dort öffnen und die Schalen wegwerfen.
Für Mareike geht es zurück zum Campingplatz etwas Ruhe tanken, der Rest springt noch einmal ins Meer das hier türkies wie in der Karibik ist. Leider weht ein strammer Wind, so dass es frisch ist wenn man aus dem Wasser kommt. Dann geht es auch für uns zurück zum Platz zu einem verspäteten Mittagessen.
Das war aber noch nicht genug Programm um Vater und Kinder müde zu bekommen. Um 16 Uhr fahren wir wieder runter zur Lagune, diese ist mittlerweile fast voll gelaufen (17 Uhr ist Hochwasser) und wir leihen uns ein Paddelboot aus um durch die Lagune zu Paddeln. Das ist hier ziemlich genial möglich: am Strand ist eine Station mit 2 Paddelbooten und 2 SUPs. Auf einer Webseite bucht man sich das Boot, das Schloss öffnet sich und man kann Boot, Paddel und Schwimmwesten entnehmen.
Wir paddeln erst etwas ins Meer hinaus um dann auf den Wellen zurück in die Bucht zu gleiten. Im seichten Wasser springen die Kinder dann ins Wasser und schwimmen noch einmal. Jetzt sind aber wirklich alle platt. Wir müssen noch einmal den steilen Berg hinauf, die Kinder gehen noch mal 20 Minuten in den Pool und dann schläft Thea beim Abendessen ein. Marie und Luise halten bis 22 Uhr durch und endlich sind alles ausgelastet gewesen und gehen friedlich schlafen.
Los geht es, im Hintergrund die Ile Saint MichelErster Fund: der EinsiedlerkrebsDen Strand entlang zur InselZweiter Fund: eine Krabbe Auf Steinen geht es zur InselSuchbild: wer findet die kleine Krabbe… noch etwas kletternAuf dem Rückweg finde ich echtes Floer der Sel auf einem Stein. Ich ernte das Salz und es schmeckt abends wunderbar auf den PellkartoffelnMassen an JakobsmuschelnNoch liegen die Boote in der Lagune auf dem trockenenKurzes Schwimmen.. … und kletternNach dem Essen geht es wieder runter zur Bucht und wir „chartern“ unser PaddelbootThea chillt als GalionsfigurThea ist als erste im WasserIn der Flussmündung der Lagune sind noch einmal alle badenDie Leihstation
Heute ist bei uns Platzwechsel, Waschtag und Luise nimmt an einem Reitausflug Teil. Um die Ecke ist das Equestrian Center Bretagne. Luise nimmt an einem Strandausritt teil, der im Sommer nur in der Lagune stattfinden darf.
Es läuft alles auf französisch ab, aber bald stellt sich heraus, dass Luise in der Gruppe die beste Reiterin ist, sie braucht die Hinweise nicht. Wir hätten sie durchaus bei den Fortgeschrittenen anmelden können, aber später ist man immer schlauer.
Für Luise geht es per Pferd in die Lagune, wir radeln mit dem Fahrrad hinterher und schauen zu bzw. picknicken.
Danach geht es zum neuen Campingplatz um die Ecke, wir waschen Wäsche und gehen in den Pool. Später geht es vielleicht noch an den Strand, der hier aber 15 min Fußmarsch entfernt ist.
Los geht es zu den PferdenThea hat schon jemanden gefundenSicherheitsausrüstungLocker AufsitzenDas Pferd ist großRunter zur LaguneDie Reiter wieder eingeholt
Am Platz holen wir uns Baguette und Croissants zum Frühstück. Die Bäckerei Auswahl ist überall gleich: Baguette, Traditional, Croissant und Paint aux Chocolat.
Heute wollen wir mit den Rädern zum Cap Frehel fahren. Das sind gut 5 km und geht zunächst leicht hoch aber dann eben auf dem Rückweg auch wieder runter. Luise ist leider krank. Sie und ich haben schon seit Tagen Halsschmerzen, ich hatte dazu Gliederschmerzen. Heute geht es Luise gar nicht gut und sie muss eine Schmerztablette nehmen, hat leichte Temperatur und bleibt daher im Bett liegen.
Der Radweg ist schön, aber es sind dann doch einige knackige Anstiege. Marie und Thea schlagen sich super und wollen eigentlich gar nicht geschoben werden. Am Ende des Tages werden sie 12 km geradelt sein.
Es ist heute ziemlich warm weil kaum ein Wind weht und trocken ist nicht nur die Vegetation sondern auch die Luft.
Am Cap angekommen besteigen wir den Leuchtturm und schauen über die Landschaft. Man sieht Saint Malo , unsere Bucht und die weiteren Buchten. Am Cap brechen die Klippen ab und im Hinterland sieht man die Heide blühen. Sehr schön alles, allerdings auch ziemlich überlaufen, es ist sehr viel los
Auf dem Rückweg fahren wir noch beim Bäcker im nahen Ort vorbei und holen uns kleine Kuchen. Nachmittags geht es dann noch einmal bei uns an den Strand.
Los geht esÜberall BadebuchtenUnd immer weiterFast daWir dürfen ganz vorne parkenAufstiegDer Blick die Küste zurück zu unserem CampingplatzSegler und KlippenDie Heide blüht lila und gelb