Statistik 2026

Wie immer unsere Reiseroute und ein paar statistische Daten:

  • Reisedauer: 21 Tage wir haben 2 Tage verkürzt
  • Anzahl Tage mit Regen: keine, die Natur ist völlig ausgedörrt. Aus der Urlauberperspektive war das Wetter allerdings perfekt. Jeden Tag Sonne, anfangs mit einem strammen Wind, der später immerhin noch leicht geweht hat, das Meer zwischen 21 und 24°C. Ich hatte für 21 Tage nur kurze Hosen an und keine Socken.
  • gefahrene Kilometer: 3000 km. Pro Tag 143 km.
  • Anzahl Übernachtungsplätze: 15 verschiedene Plätze und davon nur 4 richtige Campingplätze, sonst Stellplätze oder Parkplätze
  • In Gewässern gebadet: Wir waren ganz viel im Meer schwimmen, planschen und toben und zwar an den Stränden von: Saint Malo, Anse du Croc, Plage Saint Michel, Plage Sables d’Or, Plage de Meneham, Plage de Lestrevet und Plage de Kermabec
  • Fotos: 841 Bilder, d.h. 40 pro Tag, ca so viele wie letztes Jahr. Wir haben viel gesehen und erlebt.
  • Pannen am Camper: keine! Zum zweiten Mal hintereinander
  • Wäsche: zwei Wäscheladungen. Aber wir hatten auch sehr viele Klamotten dabei
  • Kosten: 171 EUR pro Tag, nur etwas weniger als letzten Jahr obwohl wir extrem günstig übernachtet haben. Die wenigen Campingplätze auf denen wir standen waren zudem deutlich günstiger als bei unseren letzten Reisezielen. Dieses Mal ist es der Diesel der 20% der Kosten ausmacht und wir waren auch einmal Shoppen (10%)

Schlussetappe

Wir übernachten Abends auf der Wiese von einem Cidre Bauern. Vor 10 Jahren haben wir schon einmal hier gestanden. Der Platz war friedlich und der Cidre total lecker. Jetzt ist der Betrieb in neuer Hand. Die Wiese ist nach wie vor schön, es stehen noch 5 andere Camper hier. Ob der Cidre genau so gut ist, kann ich nach der Verköstigung noch nicht sagen. Ich hatte einen anderen Geschmack in Erinnerung. Aber zur Sicherheit habe ich mal etwas eingekauft ;-).

Eigentlich wollen wir uns am nächsten Tag den Garten von Claude Monet anschauen. Das liegt mehr oder weniger auf dem Weg. Abends schaue ich mal, ob man Tickets auch online kaufen kann. Da war ich wohl etwas naiv. Es ist für die nächsten 10 Tage alles ausverkauft. So viel im Vorraus planen passt nicht für uns. Der Programmpunkt wird also leider gestrichen. Man hätte zwar auch noch vor Ort Karten bekommen, aber mit 1,5h Wartezeit und dann mit allen Massen durch den Garten…?

Als Alternative halten wir in Amiens an und ich fahre mit den Kindern zur Kathedrale. Ja die ist groß und imposant, aber die Stadt hat im Vergleich zu Rennes und Vannes kein Flair. Wir fahren also bald weiter. Auf den Autobahnen ist nichts los und wir haben Rückenwind. Damit es bei den Passagieren einigermaßen friedlich bleibt, gibt es einen Kinofilm. Als der zu Ende ist, sind wir schon fast in Aachen. Um kurz nach 22 Uhr sind wir angekommen. 

Den Vormittag verbringen wir noch in Aachen, bis es dann die letzten 3h bis Bielefeld geht. Um ehrlich zu sein, ich bin völlig fertig, als wir in Bielefeld ankommen. Die zweite Urlaubshälfte war leider von Mareikes Gürtelrose überschattet und dadurch viel zu anstrengend für mich. 

Schöne Städte auf dem Rückweg

Nach dem Reinfall von Quiberon geht es nun endgültig auf direktem Weg nach Hause. Allerdings in kurzen Etappen und schönen Zwischenstopps. Der erste ist die Stadt Vannes. Wir finden etwas außerhalb einen Parkplatz für uns, denn Vannes ist eine alte Stadt mit engen Gassen und einer gut erhaltenen Stadtmauer. Da ist für Camper kein Platz.

Mareike versucht zunächst mitzukommen, muss dann aber abbrechen. Auch heute ist es mit knapp 30°C ziemlich warm und die Medikamente knoken sie einfach aus. Mit den Kindern geht es erst am Hafen entlang und dann durch ein Stadttor in die engen Gassen. Die Stadt ist eine tolle Mischung aus dicken Stadtmauern und alten Fachwerkhäusern dahinter. Durch die Gassen weht ein leichter Wind, so dass die Hitze gut auszuhalten ist. In den alten Häusern gibt es viele kleine Läden und Vannes hat einfach eine angenehme Stimmung. Das versöhnt wieder nach gestern.

Am Nachmittag geht es weiter zu unserer zweiten Stadt heute: Rennes, die Hauptstadt der Bretagne. Wir parken (und übernachten) am Stadion, dem Stade de Rennes. Mit den Fahrrädern geht es abends, bei immer noch 30°C, einen Kanal entlang bis in die Innenstadt. Rennes gilt als junge, hippe Stadt. Und genauso zeigt sie sich. Es ist Montag Abend und alle Lokale sind voll. Die Menschen sitzen draußen und genießen den sommerlichen Abend. Den Teil der Altstadt, den wir abends sehen, ist durch alte – sehr schiefe- Fachwerkhäuser geprägt. Dabei sind auch immer wieder Häuser, die leer stehen und eher einsturzgefährdet aussehen.

Am nächsten Morgen fahre ich dann noch einmal für 2 Stunden mit den Kindern in die Stadt. Wir besichtigen den weiteren Teil der Altstadt mit tollen prunkvollen Gebäuden wie Oper, Rathaus und Parlament. Nachmittags geht es dann weiter in Richtung Heimat.

Quiberon Halbinsel – war nix

Wir müssen den Rückweg planen. Wir wollen etwas früher zurück, die Schmerzen der Gürtelrose kombiniert mit der Enge im Camper, passen nicht zusammen. Uns bleibt noch ein schöner Spot bevor wir den Rückweg antreten.

Zunächst planen wir auf einen Campingplatz mit Wasserpark zu gehen, aber im Süden der Bretagne ist alles für den nächsten Monat ausgebucht. Auf Platz zwei steht die Quiberon Halbinsel, auf der wir entlang der Strände eine Radtour machen wollen. Es soll da so toll sein. Welch eine Illusion, wir fanden es schrecklich…

Dass es voll sein würde, ist klar, als wir am nächsten Tag ankommen, passt aber alles NICHT zusammen: es ist auf einmal heiß, der Wind ist weg, die Campingplätze sind alle brechend voll und man steht im Staub dicht an dicht. Auf der Quiberon findet Massentourismus statt, den wir so von den vorherigen Stationen der Bretagne nicht kennen. Und es sind alle Bevölkerungsschichten vertreten. Wir kommen von einer ruhigen und chilligen Atmosphäre von Surfern mit viel Platz und stehen auf einmal zwischen eine Familie mit 4 Kindern und die Mutter raucht die ganze Zeit. Gegenüber 2 mürrische Alte, die sich wie alle auf dem Platz mit Folien abschotten. Sie haben einen Sohn, der mit seinem Kampfhund herumläuft. Keiner grüßt, ich finde es schrecklich.

Wir machen noch unsere Radtour, aber die durchaus schönen Buchten sehe ich nicht. Mir ist es auch viel zu voll. Unser Kind mit besonderer Sensibilität für Gefühle, scheint das Unbehagen zu spüren und kommt damit nicht zurecht. Sie rastet aus und schreit am Abend fast 2h. Die Stimmung ist auf dem Tiefpunkt.

Morgens wollen wir nur noch weg und quälen uns durch den Stau von der Halbinsel.

Die Bucht von Audierne

11km lang und bei Niedrigwasser 600 Meter breit. Ein endloser Naturstrand liegt hier hinter Dünen. Wir stehen auf einem Camping Municipal, das ist im Prinzip eine Wiese in der Landschaft. Wir sind am Anfang etwas skeptisch, aber am Ende gefällt es uns sehr gut. Die Plätze sind sehr groß, das Sanitärgebäude ist prima und immer sauber. Die Duschen sind die größten der ganzen Reise, und das Wasser ist heiß. Den Brötchenservice organisieren zwei Jungs, die jeden Morgen 6 km zur Bäckerei fahren. Es ist eine sehr angenehme Stimmung auf dem Platz, alle nehmen Rücksicht aufeinander. Das war bisher auf jedem Platz so, obwohl es sehr voll ist. Es liegt nirgendwo Müll und auch die Duschen sind immer sauber hinterlassen. Hier  mag die Stimmung auch an den ganzen Surfern liegen, die die Hälfte des Tages im Meer auf die richtige Welle warten.

Wir sind auch hierhin gefahren, weil es heißt, dass man hier das Surfen ausprobieren soll. Surfschulen haben wir hier keine gefunden, aber tolle Wellen, die sich super mit den Bodyboards abfahren lassen. Am ersten Tag ist es noch sehr windig und als wir abends zum Strand kommen, ist gerade Hochwasser. Die Wellen sind wirklich ziemlich stark und Marie und Thea werden erst einmal umgeschmissen und durcheinander gewirbelt. Thea ist danach etwas vorsichtig, aber Marie hält es nicht ab weiter zu Bodyboarden.

Am nächsten Tag lassen wir es ruhig angehen. Am frühen Nachmittag sind wir dann am Strand. Jetzt ist das Bild ein ganz anderes. Man muß 500m bis zum Meer laufen und dort sind gute aber kleinere Wellen, die auf einen seichten Strand treffen. Alle Kinder sind sofort in den Wellen und Luise ist auch 2h später kaum raus zu bekommen. Mir macht es auch Spaß und wenn man die Welle richtig erwischt, kann man 40-50m auf ihr mitsurfen.

Die letzte Woche ist angebrochen und ab jetzt geht es wieder in Richtung Heimat. Wir haben noch ein paar schöne Stops auf dem Rückweg geplant, um die Fahrstrecken nicht zu lang werden zu lassen.