Arrivederci Idrosee

Unsere Zeit am See und in Italien geht schon dem Ende zu. 2 Wochen Sommerferien sind einfach eine Woche zu kurz.

Uns gefällt es hier einfach gut. Die Kinder würden gerne länger bleiben. Der Platz ist angenehm und obwohl wir ziemlich abgelegen sind, kann man hier sehr viel unterschiedliches machen.

So verbringen wir die letzten Tage mit Surfen, SUP, plantschen im Pool, MTB, Basteln, Lesen etc.

Morgen geht es dann in Richtung Schweiz. Über Brescia wo wir  unsere Vorräte wieder auffüllen geht is ins Poschiavo. Von dort bewegen wir uns in kleinen Etappen durch die Bergwelt der Schweiz. Mal sehen wie es wird, auf alle Fälle anders.

Surfing Idrosee

Gestern ging es sportlich zu. Um 9 Uhr hat Mareike beim Yoga am See teilgenommen. Um diese Zeit ist der See noch spiegelglatt und ich war mit den Kindern auf dem SUP unterwegs. Ohne Wind und Welle ist man ziemlich flott unterwegs.

Weiter ging es um 11:30 mit Mareike und Luise beim Surfkurs. Als wir eine Stunde später schauen wollten waren die beiden schon auf dem Wasser. Also sind wir mit dem SUP hinterher und haben die beiden in der Schar der Surfer gesucht. Am Ende haben beide bis 17 Uhr durchgehalten.

Heute ging es morgens mit dem Rad nach Idro. Dort ist heute großer Wochenmarkt. Da es hier kaum Geschäfte gib (nur einen kleinen Alimentari) kommt der große Supermarkt einfach ins Dorf. Man kann alles kaufen: Kleider, Schuhe, Töpfe und Pfannen, Spielzeug, Baumarktartikel, Schmuck und natürlich Obst, Gemüse, Käse und Wurst. Die Einheimischen kommen zum Einkaufen direkt mit dem Boot nach Idro.

Es ist heute schwül und alles sind etwas unter Spannung, die Abkühlung im See eben hat aber geholfen. Heute war großer Gästewechsel, viele Holländer sind gefahren und wieder viele Holländer angekommen. Ca. 3/4 der Gäste kommen aus Holland, der Rest sind Deutsche und wir haben jeweils eine Familie aus Italien, Belgien, Polen und Tschechien gesehen. 100% der Gäste sind Familien mit Kindern. Es herrscht eine familiäre entspannte Stimmung auf dem Platz. Uns gefällt es und wir würden wohl nochmal hierhin fahren.

Monte & Mare

Erster Tag am Platz und ich kann natürlich die Füße nicht still halten. Es ist relativ kühl und daher ideales Wetter um den Hausberg gleich hinter dem Platz zu besteigen. Dies ist ein ziemlich senkrecht hoch ragender Berg und dementsprechend steil und ausgesetzt ist der Pfad. Daher war ich nur mit Luise unterwegs. Nach einer schweißtreibenden Stunde haben wir den Gipfel erreicht. Vorher hab es schon einige Ausblicke Richtung See.

Nach dem Mittagessen ging es dann mit allen Kindern aufs Wasser. Der See ist relativ kühl, aber wenn die Sonne scheint ist diese so warm, das die Abkühlung gut tut.

Jetzt gleich (21 Uhr) gibt es noch Live-Musik. Mal sehen wie lange die Kinder mitmachen, bzw die Eltern.

Trento

Ganz ungeplant übernachten wir in Trento. Eigentlich sollte unser 2. Übernachtungsstop im Vinschgau sein, aber dann war der Brenner frei und Zack…waren wir in Trento.

Wir stehen auf einem großen Parkplatz, wenige Meter bis ins Zentrum, aber auch direkt neben der Bahnlinie. Sagen wir mal so: ich war Nachts häufig wach, der Rest der Familie hat aber gut geschlafen.

Gleich nach unserer Ankunft geht es in die Altstadt, wir laufen kurz über den Domplatz verschwinden dann aber im Keller einer Pizzeria. Draußen ist leider kein Platz mehr, aber wenige Minuten später kommt ein großer Regenschauer von oben und es kommen eh alle Gäste rein. Die Pizza ist lecker, leider müssen wir recht lange warten. Als wir zurück am Camper sind, ist es fast 23 Uhr. Die Kinder haben gut mitgemacht und schlafen zügig ein.

Morgens wird mit Blick auf die Berge gefrühstückt (ja wir sind noch immer auf dem Parkplatz) und dann spazieren wir wieder durch die Stadt. Es geht einmal in den Dom und dann lassen wir uns einfach durch die Straßen treiben. Es wird etwas geshoppt, ich bringe einen leckeren Cappuccino und die Mädels essen ein Eis. Insgesamt ein prima Start in das italienische Flair.

Aus dem Regen in die Sonne – Anreise in den Sommerurlaub

Unser diesjährigen Sommerurlaub ist nur 2 Wochen lang. Dies liegt daran, dass Mareike und ich schon eine Woche Schottland genossen haben, ganz alleine ohne Kinder.

Aber auch in unserem Camper Urlaub mit den Kindern gehen wir dieses Jahr neue Wagnisse ein. Wir reisen ohne Großeltern und wir werden häufiger den Platz wechseln und auf Stellplätzen übernachten.

Zunächst soll es aber an den Idrosee gehen, eine Woche Urlaub am See mit viel Faulenzen, Schwimmen, SUP, Surfen und vielleicht etwas wandern. Dazu Pasta, Pizza und Eis. Bis dahin sind es aber 1200 km ca. 15h Fahrzeit mit dem Camper, die Alpen dazwischen und laut ADAC das Sommerferienwochenende mit dem meisten Stau. Alle Bundesländer haben Ferien und sie beginnen just an diesem WE auch in BW und Bayern.

Also legen wir los, Freitag Nachmittag kommen wir pünktlich los. Es dauert nicht lange und es Regnet, das bleibt auch so den ganzen Freitag. Es motiviert diesem Deutschen Sommer zu entfliehen. Auf der Autobahn ist es aber ziemlich voll und nach 3 Stunden haben wir gerade einmal 150 km geschafft. Wir machen in einer Regenpause Pause an einem Spielplatz. Und es gibt Abendessen. Danach wird es besser wir sind um ca. 22 Uhr in Forchheim und wollen auf dem Stellplatz dort übernachten. Bei der Abfahrt von der Autobahn fällt mir das Schild P&R Annafest auf… Es wird doch nicht heute… doch das Annafest ist heute und der Stellplatz völlig überfüllt. Wenige hundert Meter weiter finden wir zum Glück einen viel besseren Platz, ganz ruhig an einem See und vermutlich nicht ganz offiziell. Wir schlafen sehr gut und keiner meckert.

Am Samstag geht es daher gut erholt weiter. Es ist wieder sehr voll auf der Autobahn und München liegt ja noch vor uns. Da treffen wir eine super Entscheidung: Wir reisen über Landstraßen nach Süden. Die B2 über Aschaffenburg, unser Ziel ist Garmisch Partenkirchen und siehe da, die Landstraße ist fast durchgängig 4 Spurig ausgebaut, quasi eine Autobahn aber ohne Verkehr.

Kurz vor Oberammergau ruft der Hunger und wir kochen an einem schönen Badesee der im Regen völlig verweist ist. Wenige km weiter machen wir 1h Pause in Oberammergau und finden eine leckere Eisdiele. So geht es erst um 15 Uhr weiter Richtung Brenner. Wieder goldrichtig, der Verkehr ist durch und wir fahren „am schlimmsten Reisetag“ völlig alleine über den Brenner. Endlich regnet es auch nicht mehr, in Italien kommt sogar die Sonne raus. So erreichen wir um 19 Uhr Trento unser Übernachtungsort. Wir stehen auf einem großen Parkplatz fußläufig zur Altstadt

– Zu Trento gibt es einen extra Beitrag –

Am Sonntag sind es nur noch 2h bis zum Idrosee. Die Strecke hat es aber in sich. Es geht ständig hoch oder runter, enge Straßen, tiefe Schluchten und Steile Felsen. Das gezierkel auf unseren Platz ist auch noch mal Zentimeterarbeit. Aber dann stehen wir endlich…. Und ab geht es ins Wasser!

Statistik 2024

Wie immer unsere Reiseroute und ein paar statistische Daten:

  • Reisedauer: 21 Tage
  • Anzahl Tage mit Regen: 3
  • gefahrene Kilometer: 1480 km. Pro Tag 70 km. Die An- und Abreise verteilt sich aber auf 3 Tage und macht 1100 km aus. Auf der Insel sind wir also nicht viel gefahren
  • Anzahl Übernachtungsplätze: 6 verschiedene Plätze
  • In Gewässern gebadet: oft in der Ostsee und in 2 Pools mit Rutsche!
  • Fotos: 674 Bilder, d.h. 32 pro Tag, etwas mehr als letztes Jahr. Wir haben viel gesehen und erlebt.
  • Pannen am Camper: keine!
  • Wäsche: 5 Wäscheladung
  • Kosten: 153 EUR pro Tag, wieder leicht günstiger als im Vorjahr

Rückreise

Um 6 Uhr klingelt der Wecker. Heute müssen wir sie früher raus, da um 8 Uhr die Fähre ablegt. Aber die Mädels können ruhig noch etwas schlafen. Ich fahre durch ein noch schlafendes Rønne zum Bäcker. Dort ist schon eine Menge los, vor allem Urlauber die mit den Rad unterwegs sind frühstücken hier schon um kurz nach 6.

Zurück an Campingplatz geht es für die Kinder nur kurz in den Sitz, um 7 fahren wir zum Fährhafen, 10 min, und dann frühstücken wir uns der Schlange vor der Fähre. Diesmal sind wir irgendwo in der Mitte. Die Überfahrt ist unspektakulär. Mareike liegt sich etwas hin um fit fürs Fahren zu sein. Ich bin die meiste Zeit in der Kinderecke, aber wir wandern auch über das Sonnendeck und genießen das milde sonnige Wetter. Bald schon sind die Klippen von Rügen in Sicht und kurz bevor wir anlegen – um 11 Uhr – gibt es noch Mittagessen.

So gestärkt geht es los Richtung Heimat. Die Kinder schlafen über 2 Stunden und wir kommen gut vorwärts. Eigentlich wollten wir am Freibad in Dannenberg übernachten und wären dort gegen 15:30, aber seid wir auf dem Festland sind ist das Wetter alles andere als sommerlich. Einfach kein Freibad Wetter. So entscheiden wir uns für eine Pause an der Festung in Dömitz.

Von dort sind es noch gut 3 Stunden bis Bielefeld. Wir versuchen also in einem Rutsch nach Hause zu kommen Es wird ein langer Tag, auch der Abendessen Stop hilft nur kurz. Die letzte Stunde ist zu lang für die Kinder und Eltern. So kommen wir etwas angespannt um 22 Uhr zu Hause an.

Rønne

Da unsere Fähre schon morgens um 8 Uhr abgeht, verbringen wir unsere letzte Nacht in Rønne auf den Campingplatz. Der ist ganz und gar nicht zu empfehlen, aber wir sind eigentlich auch nur zum Schlafen dort.

Wir genießen die letzten km Küstenstraße und machen an der langen Seebrücke von Arnager Mittagspausen. In Rønne finden wir einen super Parkplatz und erkunden die Hauptstadt von Bornholm mit einem kleinen Spaziergang.

Wie überall auf Bornholm sind die Wege kurz und es ist wenig los.

Dueodde Fyr

Den ganzen Tag abhängen können wir ja nicht so gut. Also haben wir neben unseren Standausflügen auch einen kurzen Abstecher zum Leuchtturm von Dueodde gemacht.

196 Treppen geht es hoch, dann hat nach einem tollen Überblick über die Dünenlandschaft und die Landzunge an der Südspitze von Bornholm.

Sonst hieß es einfach langsam Abschied nehmen von Strand und Meer. Ein letztes Mal mit den SUP paddeln und ins Wasser springen.

Balka badested

Heute gab es hier endlich einen perfekten Strandtag. Wir sind zwar nur 50 m von einem der feinsten langen  und großen Strände entfernt, das Wasser ist seicht und klar… ABER erst nach 5m Algenschlick den man durchwaten muss. Das ist ekelig, stinkt und ist den Kindern wirklich nicht zuzumuten. Daher wurden bisher nur Sandburgen gebaut, und wenn ich die Kinder über diesen Sumpf getragen haben, auch mit mir gepaddelt.

Aber direkt hinter Snogebäck, unserem Ort hier um die ecke, liegt ein ähnlich schöner Strand eineiner schönen Bucht. Da die Bucht anders ausgerichtet ist, gibt es keine Algen.

Heute war der letzte Tag mit Omi und Opapa, so konnte unsere Strandausrüstung bequem im Auto transportiert werden. Nachdem wir das letzte mal in der Rögeri gegessen haben (bis auf die erste Rögeri in Hasle scheinen alle zu einer Kette zu gehören, mit identischer Karte) ging es dann zum Strand. Ach war das schön, leichte Wellen, 24°C und auch das Wasser war erträglich. Marie, Thea und Luise waren wie ausgewechselt und nur noch im Wasser am toben. Für Omi, Opapa und Mareike ging es auch zum ersten mal in die Fluten.

Morgen ist es leider noch einmal regnerisch, aber übermorgen scheint wieder die Sonne und wir werden wohl wieder am Balka Badested zu finden sein.

Strandtage

Nachdem wir bisher im Urlaub ja durchaus viel unternommen haben, steht jetzt der faule Teil an. Wir lassen es ruhig angehen (ja ich bemühe mich), malen, spielen und sind eben am Strand.

Der Sand hier ist super fein. Früher wurder er in Sanduhren verwendet. Das Wasser ist auch seicht und daher nur frisch und nicht kalt, aber leider hat der Wind ne ziemlich dicke Schicht Algen angeschwemmt, d.h. die ersten 5 Meter sind etwas ekelig.

Nun denn, fürs Sandburgenbauen oder Eis machen stört das nicht. Der frische Wind der ersten beiden Tage lässt sich in den Dünen auch gut aushalten und heute war es dann nicht mehr so stürmisch.

Ein Ausflug in den nahen Ort haben wir dann doch gemacht, zum Pizza essen (lecker) und shoppen. Bo Bendixen hat hier einen Laden und wir haben uns mit T-Shirts ausgestattet.

Wir sind noch eine knappe Woche hier am Platz, vermutlich wird unser Programm nicht viel variieren. Mal sehen was noch so kommt.

Von Strand zu Strand – Platzwechsel  

Nach Gudhjem haben wir unseren letzen Campingplatz an der Südostspitze von Bornholm, in Dueodde. An unserem letzen Tag im Norden ist noch einmal bestes Badewetter und wir verbringen den Tag am nahen Strand, der etwas Sand hat. Alle paddeln mit dem SUP und Luise und ich springen sogar in die Ostsee. 

Am Abend merken wir, dass die fehlende Mittagspause und die lange Zeit in der Sonne keine gute Kombination waren, die Kinder sind völlig durch. Der Abend wird sehr anstrengend.

Am folgenden Tag ist dann Platzwechsel angesagt und wieder Regen. Wir sind wieder mal in Svaneke…. na ja, es gibt ein paar trockene Momente. Auf dem Weg nach Süden, machen wir auch noch einen Abstecher an der Rundkirche die ich mir schon angeschaut hatte. Liegt zwar nicht auf dem Weg, aber in Bornholm ist alles so nah, dass das kein Problem ist.

Der neue Platz ist ein ziemlicher Kontrast zum vorherigen. Über eine matschige Schlaglochpiste geht es die letzen Meter bis zum Platz, alles ist rustikal, die Plätze sind unter Bäumen, man steht quasi mitten in der Natur. Es sind fast nur Deutsche auf dem Platz, ich glaube alle mit Kindern. Nach dem regel- und ordnungsgetriebenen Campingplatz sind wir jetzt ganz klar bei laissez fair angekommen. Aber nach 50m durch die Dünen ist man an einem ziemlichen Traumstrand den wir morgen erkunden werden.