Quiberon Halbinsel – war nix

Wir müssen den Rückweg planen. Wir wollen etwas früher zurück, die Schmerzen der Gürtelrose kombiniert mit der Enge im Camper, passen nicht zusammen. Uns bleibt noch ein schöner Spot bevor wir den Rückweg antreten.

Zunächst planen wir auf einen Campingplatz mit Wasserpark zu gehen, aber im Süden der Bretagne ist alles für den nächsten Monat ausgebucht. Auf Platz zwei steht die Quiberon Halbinsel, auf der wir entlang der Strände eine Radtour machen wollen. Es soll da so toll sein. Welch eine Illusion, wir fanden es schrecklich…

Dass es voll sein würde, ist klar, als wir am nächsten Tag ankommen, passt aber alles NICHT zusammen: es ist auf einmal heiß, der Wind ist weg, die Campingplätze sind alle brechend voll und man steht im Staub dicht an dicht. Auf der Quiberon findet Massentourismus statt, den wir so von den vorherigen Stationen der Bretagne nicht kennen. Und es sind alle Bevölkerungsschichten vertreten. Wir kommen von einer ruhigen und chilligen Atmosphäre von Surfern mit viel Platz und stehen auf einmal zwischen eine Familie mit 4 Kindern und die Mutter raucht die ganze Zeit. Gegenüber 2 mürrische Alte, die sich wie alle auf dem Platz mit Folien abschotten. Sie haben einen Sohn, der mit seinem Kampfhund herumläuft. Keiner grüßt, ich finde es schrecklich.

Wir machen noch unsere Radtour, aber die durchaus schönen Buchten sehe ich nicht. Mir ist es auch viel zu voll. Unser Kind mit besonderer Sensibilität für Gefühle, scheint das Unbehagen zu spüren und kommt damit nicht zurecht. Sie rastet aus und schreit am Abend fast 2h. Die Stimmung ist auf dem Tiefpunkt.

Morgens wollen wir nur noch weg und quälen uns durch den Stau von der Halbinsel.

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