Dänemark

Mit der Fähre nach Bornholm

Wovon träumen große und kleine Jungs? Mal als ersten auf eine Fähre fahren zu können 🙂 OK, ein LKW war noch vor uns…

Die Fährfahrt war angenehm und entspannend, obwohl die Fähre ausgebucht war, gab es genügend Platz. Ca. 2/3 waren Camper, das letzte Drittel noch ein paar Autos und eben der LKW vor uns.

Vom Hafen ging es in 10 min zur Rökeri nach Hasle. Eintauchen in die Stille, Sonne, Entspanntheit und Wärme von Bornholm.

Nach einmal 10 min weiter liegt unser erster Campingplatz. Wir haben einen tollen Stellplatz hinter Blumen 10 m bis zum Spielplatz und 30 m bis zum Schwimmbecken in dem wir abends noch geplantscht haben. Ein toller Start auf Bornholm.

Rügen

Unsere Anreise verläuft weiter völlig problemlos. Heute, Sonntag, geht es bis Rügen, denn morgen geht unsere Fähre von Sassnitz nach Rönne.

Unseren MIttagsstop machen wir an einem Spielplatz direkt am Bodden vor Stralsund. Kurze Zeit später sind wir schon an unserem Stellplatz am Königsstuhl, eine große Wiese in der Sonne.

Nachmittags ist noch Zeit sich die Kreidefelsen aus anzuschauen, also geht es mit dem Fahrrad durch den Nationalpark bis zum Königsstuhl. Der Radweg ist eher ruppig und doof zu fahren. Um Mit allen Mobil zu sein, haben wir unser Lastenrad mitgenommen. Es passt gut in unsere Heckgarage, ist zwar ziemlich schwer, aber dafür fällt ja das Rad von Mareike und der Anhänger der Kinder weg.

Bornholm

Es sind wieder Sommerferien und wir sind mit dem Camper unterwegs. Die Sonneninsel Bronholm ist unser Reiseziel.

Da Luise schon am Donnerstag vor den Sommerferien ihr Zeugniss bekommt und die Grundschule beendet, wollen wir eigentlich schon am Freitag starten

Aber es läuft leider etwas anders als gedacht, Mareike erkrankt kurzfristig und muss behandelt werden. Zum Glück bekommen wir den Segen vom Arzt in den Urlaub fahren zu dürfen.

So geht es einen Tag später am Samstag morgen los. Unser Tagesziel ist Ludwigslust und es läuft alles am Schnürchen: kein Verkehr, schöne Strecke und prima Stellplatz neben einem Spielplatz und Bach zum abkühlen bei schwülwarmen Temperaturen. Nur die Bank neben unserem Camper haben wir übersehen, dort unterhält sich nachts eine Gruppe von 6 Jugendlichen und ich kann nicht wirklich schlafen….

Rückfahrt

Vom Millstätter See waren es rund 900 km bis nach hause. Diese haben wir in 2 Tage aufgeteilt, und noch schöne Zwischenstopps eingelegt. So waren die Rückfahrt gar nicht anstrengend.

1. Stopp: Katschberg

Zwei mal hatten wir schon versucht einen Kletterpark zu finden, in dem Luise noch einmal mit Gurt und Helm durch die Bäume klettern kann. Der erste war ab 6 Jahren, der zweite gerade an dem Tag geschlossen.

Auf der Rückfahrt haben wir daher am Katschberg angehalten. Im dortigen Kletterwald, hat Luise vier lange Kurse geklettert und eine Riesenschaukel geschaukelt.

2. Stopp: Aying

Gegen 19 Uhr sind wir in Aying vor München angekommen, haben uns auf den Parkplatz der Sportfreunde Aying gestellt (mitten auf dem Feld) und sind mit dem Rad zum Biergarten des Bräustüberl Aying geradelt.

3. Stopp: Bamberg

Dort haben wir Frederike getroffen und sind durch die Stadt geschlendert. Im späten Abend ging es dann von dort nach hause. Gerade einmal 4 Stunden haben wir für das letzte Stück gebraucht.
Wir hatten übrigens – anders als das Titelbild vermuten lässt – abgesehen von einer Minute, keinen einzigen Stau und relativ wenig Verkehr.

Infos und Statistiken Dänemark

Die Reise ist vorbei. Für die, die es interessiert, hier unsere gesamte Reiseroute und auch ein paar statistische Daten:

  • Reisedauer: Georg 23 Tage, Mareike & Luise 29 Tage
  • Anzahl Regentage: Georg 0 Tage, Mareike & Luise 3 Tage
  • gefahrene Kilometer: 2300 km, d.h. durchschnittlich 80 km am Tag
  • Anzahl Übernachtungsplätze: 21 verschiedene Plätze, d.h. durchschnittlich 1,4 Tage an einem Platz.
  • In Gewässern gebadet: viel: (Wattenmeer, Nordseeküste, Jammerbucht (Nordsee), Ostsee, Dänische Südsee (Ostsee) und 1 Schwimmbad)
  • Fotos: 1650 Bilder, unsortiert, d.h. 57 pro Tag
  • Verbrauchte Gasflaschen: 1 Flasche,
  • Pannen am Camper: keine, aber irgendetwas klappert
  • Wäsche: 5 Waschmaschinenladung
  • Kosten: 89 EUR pro Tag, und damit deutlich günstiger als in der Schweiz

Städtetouren

Die Wetteraussichten haben uns bewogen, den Aufenthalt auf Langeland und Fünen drastisch zu verkürzen. Das einzig sinnvolle erschien uns in die nächst größeren Städte zu fahren und shoppen zu gehen.

In Svendborg, die sich im Stadteigenen-Prospekt als „gemütlichste Handelsstadt in Dänemark“ beschreibt, habe ich ziemlich erfolgreich bei Mustus geshoppt und am Marktplatz gab es bei Café Wo für alle ein brillantes Mittagssandwich.

Danach haben wir noch den großen Schlag aufs Festland unternommen und sind mit der Fähre nach Fynshav übergesetzt. Nach dem freudigen Quieken von Luise zu urteilen sind Fährfahrten super. Ich glaube, hier entwickelt sich eine positive Einstellung zu Fahrobjekten auf dem Wasser.

In Sönderborg waren wir mit dem Rad unterwegs und das reichte uns um einen Eindruck von der Stadt zu bekommen.

Regenjacken in Langeland

Unser Papa ist schon wieder in Bielefeld und genießt dort die Hängematte im Garten, bevor „Papa wieder am Computer arbeiten muss, nee Mama?!“ (O-Ton Luise) …

Heute ist die neue Crew gestartet. Opapa hat sich bereits prima als Einweiser bei der Brauch- und Frischwasserstelle erwiesen. Omi hat den Innen-Check und die kulinarische Versorgung übernommen. Alles bestens! Bitte weiter so.

Wir sind in Langeland und haben dem Wetter getrotzt. Gut, dass wir vor 3 Wochen unsere Regenjacken eingepackt haben, denn heute ging es nicht ohne. Seit Mittag war es stippelig und der Blick ging immer wieder zum Himmel, wie lang sich das wohl halten würde.

Luise hatte viel Spaß auf dem Campingplatzspielplatz, aber den großen Pool am Platz haben wir ausgespart und sind statt dessen nachmittags los zum Strand spaziert. Dort ein Stück am Wasser entlang und dann hinter den Dünen durch eine Ferienhaussiedlung zurück zum Campingplatz von Ristinge. Hier ist die Saison gerade zu Ende gegangen. Die Dänischen Schulferien sind vorbei. Es wirkt alles wie ausgestorben. Gähnende Leere. Aber gut, dass keiner mehr da ist, denn sonst hätten wir nicht so viele leckere Brombeeren am Wegesrand futtern können.

Ach ja, es regnet nun seit fünf Uhr und es haben sie bereits Pfützen um den Camper gebildet – aber das ist eigentlich egal. Hm, lecker Brombeeren.

 

Eine Bootstour durch die Dänische Südsee

Wir sind seit gestern in Svendborg und ganz am Ende des Dänemark Urlaubs geht es endlich auch aufs Wasser. Mit der MS Helge ging es durch den Svendborgfjord bis zu Valdemars Slot.

Das Wetter ist jetzt so, wie es in Dänemark wohl typischerweise ist. Windig, kühl und ab und zu Schauer. Es war ein tolles Gefühl wieder auf dem Wasser zu sein, mit Wind, Wellen und Gischt.

Heute Nachmittag sind dann Omi und Opapa gekommen. Luise hat schon seit einer Woche gefragt, wann sie denn endlich da wären.

Leider geht damit auch meine Urlaubszeit zuende. Heute ist die letzte Nacht im Camper, bis es dann morgen nach dem Frühstück zurück nach Bielefeld geht. Die Müksch Combo fährt noch eine Woche weiter.

Fünen

Die letzte Station in meinem Dänemark-Urlaub ist Fünen. (Mareike und Luise reisen noch eine Woche mit Omi und Opapa weiter).

Hier verbringen wir in Aa bei Assens die letzten heißen Tage, 32°C wird es noch einmal. Ohne Wind ist dies auch am Meer ziemlich heiß. Wir haben zum Glück einen Campingplatz mit großen Bäumen und Blick aufs Meer.
Um 17 Uhr (bei immer noch 30°) halten wir es nicht mehr aus und brechen zu einer Radtour zum Leuchtturm der benachbarten Halbinsel auf. Das ist eine Tour von 35 km, aber der Plan ist, in der Nähe vom Leuchtturm essen zu gehen. Der Weg ist schön, aber anstrengend. Fünen ist ein einziges auf und ab, dazu natürlich noch Gegenwind, bzw. Heißluftföhn von vorne.

Es kommt wie es kommen musste, das Restaurant hat Ruhetag. Also noch einmal 15 km zurück, und das schon mit einem ziemlichen Hungerast. Am Camper stürzen wir uns über alles was der Kühlschrank zu bieten hat, essen und trinken.

Am zweiten Heißen Tag lassen wir es ganz entspannt zugehen. Wir sind am Strand und backen Pizza. Abends kommt dann der erste Regen.

In Kerteminde, besuchen wir am nächsten Tag das Meeresmuseum. Dort werden Seehunde und Schweinswale erforscht. Das Museum ist schön, aber für uns drei müssen wir 50 EUR ausgeben. Ganz schön happig, nehmen wir mal an, es kommt der Forschung zugute. Sonst ist Kerteminde ein recht nüchterner Ort. Überhaupt wirkt Fünen zwar idyllisch mit seinen Hügeln, aber weder schnuckelig klein wie z.B. Ringköbing und Ribe noch mondän und modern wie Aalborg und Aahaus. Das zeigt sich insbesondere bei unserem Besuch in Odensee, immerhin die drittgrößte Stadt in Dänemark. Die Stadt ist zwar schön, aber hat bis auf H.C. Andersen nicht allzu viel zu bieten. Das Märchen-Musical „24 Märchen in 24 Minuten“ was zweimal täglich, umsonst, im Park gezeigt wird, ist allerdings richtig klasse und begeistert uns und Luise.

Das Dänische Seenhochland

Eigentlich waren wir nur auf der Durchreise nach Billund zum Legoland, aber dann ist es anders gekommen:

In Legoland muss man bis zu 1h auf die Attraktionen warten, das ist mit Luise nicht zu machen. Also haben wir als Alternative einen Ponyhof mit Islandponys gefunden. Der liegt im dänischen Seenhochland und um die Ecke ein super Campingplatz. Mitten im nichts. Hier gibt es ein Schwimmbad, Seen um Kanu zu fahren, einen prima Spielplatz und ein Tiergehege. Und natürlich viele Kinder, die sprechen zwar alle Dänisch, aber Luise hat sich gleich mit Benedikte angefreundet.

Wie auf fast allen Campingplätzen gibt es auch super Sanitäreinrichtungen für Kinder und zwar für jede Größe. Kleine Badewannen für Babys, höhergelegte Duschen damit Eltern ihre Kinder abduschen können und kleine Duschen, in denen die „ich will alles selber machen“ Kinder sich selber duschen können. Natürlich gehören auch kleine Kindertoiletten zu Ausstattung.

Das Seenhochland muss man sich übrigens genau so vorstellen wie der Name schon sagt: es geht hoch und runter, gibt eine Menge Seen und dazwischen Wald. Morgen geht es weiter, die Strände von Fünen sind unser nächstes Ziel. Es sollen wieder über 30°C werden, nachdem wir jetzt eine Woche angenehme 25°C hatten.

Aarhaus

So wie die Sandstrände die Nordseeküste prägen, so prägt moderne Kunst und Architektur die Ostküste. Nach Aalborg steht Aarhaus auf dem Programm. Eine quirlige Stadt die viel zu Entdecken bietet. Nachdem Luise die kreativsten Spielplätze die ich je gesehen habe, ausgiebig getestet hat, geht es zum Shoppen ins Latiner Kvarter. Luise und ich werden fündig. Mittags lassen wir uns Fisch auf einem kleinen Platz in der Sonne schmecken. Dann geht es noch einmal durch die Geschäfte, um am Abend noch das ARoS Museum zu besuchen. Obwohl Luise stehend KO war, fand sie ihren ersten Museumsbesuch ziemlich cool. Die Latte liegt jetzt natürlich sehr hoch für nächste Besuche.

Wie immer in Dänischen Städten, bewegen wir uns per Rad. Wir parken etwas außerhalb – dieses mal wieder am Yachthafen – und fahren dann ca. 2km ins Zentrum. In Dänemark sind die Radwege vorbildlich. Überall auf dem Land gibt es parallel zu Straßen perfekte Radwege und in den Städten sind diese noch mit eigenen Ampeln ausgestattet. Zusätzlich gibt es an großen Kreuzungen, immer eine Rechtsabbieger Ampel, so dass Autos nie rechts abbiegen wenn Räder grün haben und umgekehrt, keine Räder kommen wenn Autos abbiegen. Einen Sitz auf der Sattelstange, wie ich ihn für Luise haben, ist in Dänemark übrigens normal.

Aalborg

Aalborg ist die erste wirkliche Stadt die wir in Dänemark besuchen. Das zeichnet sich schon von weitem ab, man sieht Industrieanlagen und fährt über eine Autobahn in die Innenstadt. Gleichzeitig ist Aalborg aber sehr kompakt, wir übernachten am Yachthafen, der am Stadtrand liegt, von dort sind es knapp 3 km mit dem Rad bis in die Innenstadt.

Die schöne Lage am Limfjord, der hier besonders eng ist, gibt der Stadt einen besonderen Charme. Dazu bin ich begeistert von der Architektur. Entlang der gesamten Waterfront sind in den letzten Jahren moderne Bauten entstanden und das tolle ist, das Gesamtensemble ist fertig. Keine Baustellen trügen das Bild, alles passt perfekt zueinander.

Gleich daneben bietet die Altstadt prachtvolle Renaissancebauten aber auch kleine Reihenhäuser aus dem Mittelalter. Luises Highlight kommt zum Schluss, eigentlich suchen wir einen Spielplatz und meine App zeigt einen direkt neben dem Camper an. Es stellt sich heraus, dass dies das neue Freibad von Aalborg ist. Und frei bedeutet hier frei, es kostet keinen Eintritt. Dafür kostet das Magnum dann aber auch 5 EUR.

Nachmittags geht es weiter in Richtung Aarhaus, wir sind mit dem Wildcampen auf den Geschmack gekommen und stehen an der Wikingerburg Fyrkat. Ein toller Platz und die alte Burganlage haben wir auch noch besichtigt, es war eine von 3 Burgen der Wikinger in Dänemark.