16. Juni 2016
Seit wir die Pyrenäen verlassen haben, verläuft unsere Route entlang des Jakobsweg. Camino Santiago heißt er hier in Spanien. Weite Strecken fahren wir sogar auf dem Jakobsweg, was jetzt eine ausgebaute Schnellstraße ist, war früher der direkteste Weg nach Santiago. Dies hat zur Folge, dass die Pilger heute weite Strecken direkt oder nah an der Straße laufen müssen. Nach wie vor sind sehr viele Leute auf dem Weg unterwegs. Meistens allein, immer in 100m Abstand zum nächsten Pilger.
Einen kleinen Abstecher gab es dann doch von der Route, mit Laguardia und Elciego besuchten wir zwei Orte im Hauptanbaugebiet des Riojas. In Elciego hat eine der ältesten Bodegas „Marques de Riscal“ sich dann einen besonderen Coup geleistet und ein 5 Sterne Hotel gebaut, wobei das Dach von Frank O. Gehry entworfen wurde. Ein echter Hingucker, die 5 Sterne gibt es aber nur für das Dach. Wir haben es getestet und waren dort Kaffee trinken. Der Service war lausig, der Kuchen nicht besonders und wir ziemlich enttäuscht.
Zurück auf dem Jakobsweg, stand Burgos als nächstes Ziel auf dem Plan. Dies ist ein Hauptort der Pilger und mit seiner gotischen Kathedrale auch ein großer Anziehungspunkt für Touristen. Die Campingplätze sind jetzt deutlich voller, Holland und Großbritannien sind unterwegs. Wir haben uns bei durchwachsenem Wetter die Altstadt von Burgos angeschaut. Größtes Highlight aus meiner Sicht war aber das Auffinden eines echten guten Graubrots in einer Bäckerei. Ein absoluter Glücksfall, bei all den Weißbroten, die man sonst bekommt und die schon trocken sind, wenn sie verkauft werden.
Als nächstes geht es wieder in die Berge. Die Picos de Europa stehen an und damit auch der Wendepunkt unserer Reise. Nach den Picos gehte es wieder zurück Richtung Heimat.