10. und 11. Juli 2016
Jetzt haben wir die Bretagne erreicht. Guerande, bzw. die Salinen von Guerande, sind unser erster Stop. Mit Überquerung der Grenze in die Bretagne ist das Wetter anders geworden. Dementsprechend ist es bei einer Privatführung durch die Salinen grau. Obwohl Guerande genau so viele Sonnenstunden wie die Cote D’Azur hat. Nur eben nicht heute. Ann Sophie erklärt uns wie das Salz gewonnen wird. Langsam fließt das Wasser durch verschiedene Becken und durch Wind und Sonne verdunstet so viel Wasser, dass der Salzgehalt von 35g pro Liter Meerwasser auf 280g ansteigt. Dann ist die Lösung gesättigt und Salzkristalle fallen aus. Dabei ist es schwieriger das Fin de Sel zu ernten, als das deutlich teurere Fleur de Sel. Im Jahr werden ca. 12.000 t Salz in den Salinen von Guerande produziert, und das in nur 4 Monaten in denen überhaupt produziert wird.
Nachmittags fahren wir noch weiter zum Golf von Morbihan, der auch das Bretonische Meer genannt wird. Hier liegen viele Inseln in einer fast geschlossenen Meeresbucht, wir fühlen uns sehr an die Schären vor Stockholm erinnert. Außer einem Abendspaziergang auf eine kleine Insel neben unserem Campingplatz passiert aber nichts mehr. Unsere Automatikschaltung am Camper vermiest uns etwas den Tag, sie hat sich nämlich Urlaub genommen und streikt.
Am nächsten morgen soll es zur örtlichen Mercedes Werkstatt gehen, aber schau an, der Streik ist vorbei. Alles funktioniert wieder normal. Wir fahren trotzdem hin um eine typische Antwort zu bekommen (war alles in französisch aber ich glaube ziemlich genau verstanden zu haben): Es ist entweder Teil 1, 2 oder 3 von den 3 in Frage kommenden Teilen. Wir können auch nur die Teile ausbauen, tauschen und dann schauen ob es wieder funktioniert.
Da es ja funktioniert, fackeln wir nicht lange und fahren weiter. Es geht heute mit den Rädern auf die Ile aux Moines. Nach einem guten Mittagessen im Hafen der Insel – Restaurant „San Francisco“, hier hat natürlich auch Kommissar Dupin gegessen – erkunden wir die Insel. Überall stehen die typischen Bretonischen Häuser und vor Ihnen blühen üppige Hortensien und Stockrosen. Der Vegetation gefällt das Klima wohl, und auch wir genießen, nach einem grauen morgen, schönste Sonne.
Übernachtet wird auf dem Festland, in Port Blanc, auf einem Stellplatz. Der kostet 10 EUR und ist deutlich besser als der Campingplatz für 30 EUR von der Nacht davor.