Île de Ré

5. bis 8. Juli 2016

Die Ile de Re wird im Reiseführer mit Sylt verglichen. Eine Insel aus Sand, viele reiche Pariser haben hier wohl ein Ferienhaus, man isst Austern etc.

Wir finden dieser Vergleich hinkt. Hier ist viel mehr Leben, die Ortschaften strahlen alle ein schönes sommerliches Flair aus. Obwohl die Inseln ungefähr gleich groß sind wirkt alles hier quirliger, aber nicht voll und stressig (außer beim Supermarkt). Neben den Austern wird auch Wein angebaut und die Sonne scheint warm vom Himmel.

Die Ile de Re heißt auch Ile de Blanche, alles ist weiß, die Häuser, die Mauern um die Häuser, die gekalkten Radwege, die Bürgersteige und das Salz in den Salinen. Also Sonnenbrille raus und Sommerfeeling.

Zunächst haben wir uns Saint Martin und La Flotte angeschaut. Zwei größere Ortschaften hier auf der Insel. Saint Martin ist die historische Hauptstadt und innerhalb einer komplett erhaltenen Vaubanchen Festungsanlage. Hier haben wir am Hafen leckeren Fisch gegessen. In La Flotte ist alles ein wenig kleiner, aber der Ort hat einen tollen Markt. Da er nur Vormittags offen hat, ist die Ortschaft am Morgen gut besucht und Nachmittags leer.

Am nächsten Tag ging es per Rad, hier das Fortbewegungsmittel schlechthin, am Meer entlang Richtung Loix. In Loix ist es noch einmal eine Ecke ruhiger, aber leckeren Fisch bzw. Muscheln, gab es auch dort zu essen. Zurück ging es durch Salinenfelder mit einem längeren Zwischenstopp am Strand.

Für den letzten Tag haben wir noch einmal den Campingplatz gewechselt, unserer hatte zwar ein tolles Schwimmbad, in dem wir Abends immer mit Luise waren, aber er lag verkehrsgünstig, also neben der Durchgangstraße.

Jetzt hören wir nicht mehr die Autos sondern das rauschen der Wellen die an die Dünen hinter uns schlagen. Wir sind am westlichsten Ender der Insel, am Leuchtturm Baleines. Die Insel ist hier deutlich ruhiger, und gelassener (mittlerweile haben die Ferien in Frankreich begonnen und in Saint Martin wurde es dann doch etwas voll). Hinter Dünen liegen schöne Strände und auf der Landseite wird auch hier in Salinen Salz gewonnen. Wir haben uns den schönen Leuchtturm angeschaut, sind hochgestiegen und haben aus 50m Höhe einen tollen Blick über die Insel geworfen.

Morgen geht es wieder aufs Festland, wir planen einen Stop in La Rochelle, wenn die Stadt nicht zu voll ist. Dann geht es in die Bretagne, unser letztes Ziel auf der Reise.

Frankreichs Atlantikküste

30. Juni bis 4. Juli 2016

Jetzt ist Strandurlaub angesagt. Ein guter Anfang dafür war der Campingplatz in Cap l’Homy, ein Tip von einer Freundin. Hier hat man unter Pinien seinen weitläufigen Platz, blickt auf die Düne und hört das rauschen des wilden Atlantiks.

Der Strand ist endlos, aber nur 50m bewacht, das Meer ist aber ohnehin zu kalt und wild um schwimmen zu gehen. Also wird im Sand gebuddelt und ein wenig Rad gefahren. Wir bleiben gleich mehrere Nächte hier. Übrigens sind fast nur Deutsche auf dem Platz.

Dies erwähne ich deshalb, weil auf unserem nächsten Platz fast nur Franzosen sind. Eine ganz andere Stimmung. Wir müssen gestehen, dass wir die Stimmung mit den Franzosen angenehmer und freundlicher fanden.

Wir blieben zwei Nächte am Bassin de Arcachon, in Andernos les Bains. Ein ruhiger Urlaubsort mit tollen Ferienhäusern, die alle verdammt groß sind. Wir hatten unseren Stellplatz 50m vom Strand weg in schönster Morgen-, Mittags- und Abendsonne. Allerdings war es auch hier speziell mit dem Baden, das Bassin hat nur bei Flut Wasser, ansonsten fällt es trocken. Dies passte aber prima, den Nachmittags, wenn die Sonne nicht mehr so intensiv war, kam auch das Wasser.

Das Bassin war ein Traum für Luise, 25° warmes Wasser (oder wärmer) schön seicht und keine Wellen, im Gegensatz zum Cap l’Homy, konnte sie sich hier so richtig gut im Wasser austoben.

Heute ging es dann weiter zur Ile de Re. Wieder ein ganz anderer Charakter. Und zum ersten mal ist der Campingplatz voll, wir haben den letzten Platz bekommen.

San Sebastian und Biarritz

29. Juni 2016

Zwei Städte mit wohlklingendem Namen, zwei Seebäder, zwei Städte ganz im Zeichen von Strand und Meer. Unsere Erwartungen waren groß, wohl etwas zu groß, denn im Gegensatz zu Bilbao fanden wir die Orte schön aber nicht besonders.

Aber der Reihe nach, in San Sebastian stehen wir wieder auf einem Stallplatz, nicht so spektakulär wie in Bilbao, aber dafür sehr nah am Zentrum, und noch näher zum Campus der Uni, so dass Mareike 2 Stunden in der Bib an ihrer Arbeit schreibt.

Die Stadt lebt ganz klar von ihrer perfekten Meeresbucht, diese ist umgeben von einem breiten Stand und einer schönen Promenade. Alles ist schön und ordentlich, die Strände und die Stadt sind gut gefüllt und wir merken das langsam ein paar mehr Menschen im Urlaub sind. Die Altstadt hat ein paar schöne Gebäude und man kann prima mit dem Rad durch die Stadt cruisen, aber bis auf die Bucht, ist eben nichts wirklich besonders. Dazu ist alles deutlich touristischer als in Bilbao, das merken wir vor allem in den Altstadt beim Pintxos essen. Nach einem Stadtrundgang mit tollem Aquarium Besuch gehen wir also an den Strand. Am nächsten morgen drehen wir noch eine Runde mit dem Rad und dann geht es weiter nach Frankreich.

Der nächste große Name, Biarritz. Hier sind die Strände 90° gedreht was deutlich größere Wellen zur folge hat. Dementsprechend ist hier alles auf Surfen gepolt. Auf unserem Campingplatz sind wir umgeben von Surfern. Die Küste ist dazu noch recht spektakulär. Immer wieder ragen Riffe ins Meer. Baden ist hier nicht wirklich angesagt, jedenfalls nicht heute, da es bedeckt ist.

Biarritz selber haut uns nicht vom Hocker. Es gibt einige Luxushotels, aber diese stehen neben Bausünden, aus den 80er Jahren. Alles ist etwas in die Jahre gekommen, der Glanz bröckelt etwas. Vielleicht liegt es auch am Wetter. Wir werden jedenfalls weiterfahren, zu den endlosen Stränden der Atlantikküste.